Schutzgemeinschaft Heiligenberg und Handschuhsheimer Geschichtswerkstatt e.V.

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Inschrift auf dem Grabmal für Junker Hans von Handschuhsheim an der Nordwand des alten Chors der St. Vituskirche Heidelberg-Handschuhsheim (Jakob Müller in Heilbronn zugeschrieben)

Wir beede geschwistert
die letst geborne deß Hendschugsheimer stamen
Ruhen in der külen Erden beysamen.

Als man zaltte .1585. Jar,
Jn der nacht den .25. Juny zwar,
Wardt geborn Hannß von Hendschugsheim;
Auff ime stunde der Adeliche stame allein.
Von Churf. friderichen Pfaltzgraue bey Rein
Wardt beschriben gehn hoffe zu reitten ein.
Zu dienen stellet er sich gehorsamlichen dar,
Seines alters fünffzehen vnd ein halbs iahr.
Zu Heidelberg auf dem marckt bey nacht
Friderich vom Hirshorn ihn hardt stach.
Den 14. decembris im sechzehenhundersten iahr
Über sibenzehen tag hernach sein leben endet gahr.
Alles ist gegeben in deß Herrn handt,
Er lässet keine vibelthatt ohne belondt.
Ob ich schon zeitlich werde gerucket hin,
Sterben ist meines lebens gwin.

psalm 116. ich will wandeln für dem herren im lande der lebendigen

Der Tod des letzten Handschuhsheimers