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Der Heiligenberg

Der dominierende, zweigipflige Heiligenberg (440 Meter über NN) zwischen Mühlbachtal und Neckar, an dessen Fuß Handschuhsheim liegt, wird seit prähistorischer Zeit als Kult- und Befestigungsplatz genutzt. Älteste Funde der Bandkeramik um 5000 v. Chr., um 3000 v. Chr. dauerhafte Siedlung der mittleren Jungsteinzeit, um 1200 v. Chr. erste Siedlung der Bronzezeit, um 600-250 v. Chr. keltische Höhensiedlung mit Ringwällen, im 1./2. Jahrhundert n. Chr. von den Römern genutzt. Bemerkenswert ist das Heidenloch, dessen Funktion umstritten ist. Im 8. Jahrhundert soll auf dem Hauptgipfel ein fränkischer Königshof bestanden haben. 882 schenkte König Ludwig III. den damals Aberinisberg geheißenen Berg der Reichsabtei Lorsch. Im 9.-11. Jahrhundert wurde er mit zwei Filialen des Klosters besetzt (St. Michael, St. Stephan, seit Anfang des 16. Jahrhunderts Ruinen). Seit dem 11. Jahrhundert wird der Berg Allerheiligenberg, dann Heiligenberg genannt. 1432 und öfter verbot die Universität Heidelberg ihren Angehörigen, ohne Erlaubnis des Rektors in der Bittwoche den sogenannten Rolloß (eine Bußprozession) auf den Heiligenberg zu besuchen. Durch den Gernsheimer Friedensvertrag 1461 kamen mit den Dörfern Handschuhsheim und Neuenheim auch der Heiligenberg zur Kurpfalz. Im dreißigjährigen Krieg befestigte man den südlichen Bergfuß, 1635 nahm bayerische Artillerie das von Schweden besetzte Schloss vom Heiligenberg aus unter Beschuß. 1831 verkaufte die Pflege Schönau als Nachfolgerin des Lorscher Besitzes der Gemeinde Handschuhsheim den Heiligenbergwald. Zwischen den beiden Klosterruinen liegt seit 1934 die Thingstätte (ab 1935 „Feierstätte“, ab 1945 „Heiligenberg-Anlage“) in Form eines Amphitheaters („dient für vaterländische Kundgebungen und Festspiele“, Fritz Frey). Das an der Straße liegende Gasthaus Waldschenke (1929) ist seit 2011 wieder geöffnet.

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