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Inschriften von Grabsteinen in St. Vitus:


als man zaltte 1585 jar.
in der nacht den 25. junii zwar.
wardt geborn hanns von hendschugsheim.
auff ime stunde der adeliche stame allein.
von churf. friderichen pfaltzgrave bey rein.
ward beschriben gehn hoffe zureitten ein.
zu dienen stellte er sich gehorsamlichen dar.
seines alters fünfzehen und ein halbs jahr.
zu heidelberg auf dem marckt bey nacht.
friderichen von hirschhorn inn hardt stach.
den 14. dezembris im sechszehenhundersten jahr.
uber sibenzehen tag hernach sin leben endet gahr.
alles ist gegeben in des herrn handt.
er lässet keine übelthatt ohne belondt.
ob ich schon zeitlich werde geruchet hin.
sterben ist meines lebens gewin.

psalm 116.
ich will wandeln für dem herren im lande der lebendigen.

Hans von Handschuhsheim (†31. Dezember 1600)


Jung und geradt war ich für wahr.
Eine jungfrawe ins dreyzehnd iar.
Barbaram geborne von Hendschugsheim
Den 6. Octobris Ano 1599 in dem Herrn geschlaffen ein.
Mein Gott und breütgam mich fordert ab.
mein beyschlaff hab ich in diesem grab.
Darzu war ich willig und wolgemudt.
So war der todt mein heüradtgutt.
Mein seel ist bey dem breittgam mein.
Mein leib tut warten sein.
Biß ich sein stimm höre am Jüngsten tag.
Stehet mein leib auff auß disem grab.
Und neme die Ewige freüde ein.
Mit allen außerwölten sein.

Hiob 19.
ich weiß daß mein erlöser lebt
und er würde mich hernach auß der erde auferwecken
und werde darnach mit diser meiner haudt umb geben werden
und werde in meinem fleisch Gott sehe
den selben werde ich mir sehen
und meine augen werde in schauen und kein fremder.

Barbara von Handschuhsheim (†6. Oktober 1599)

Grabinschrift des letzten Handschuhsheimers

Grabmale auf dem Kirchhof von St. Vitus

Grabmale in St. Vitus vor und nach 1650

Literatur zu Inschriften